Autor: Christoph Stettler

PRÄVENTIVE ÜBERWACHUNG DER STÄDTISCHEN ABFALLDEPONIEN DURCH PRIVATE „GHÜDER-SHERIFFE“?

Interpellation Rolf Zbinden (Partei der Arbeit):

Intervention der PdA Bern an der Stadtratssitzung vom 26.3.15

Wie die Sozialarbeit mit PINTO auf den Hund kommt, so die städtische Sicherheits- und Ordnungspolitik mit privaten Sheriffen. Mag es gegenwärtig auch keine Personenkontrollen durch Mitglieder der „Broncos Security AG“ geben – bis Ende Mai 2012 waren sie also mit solchen Befugnissen ausgestattet und wurden mit solchen Aufgaben auf die Pirsch geschickt! Das erscheint der Partei der Arbeit bedenklich genug und es sollte uns dazu zwingen, unser Augenmerk vermehrt auf die Folgen der Privatisierung von polizeilichen Aufgaben zu richten. Es muss verhindert werden, dass Sicherheits- und Repressionsmassnahmen in der Logik von Interventions- und Trefferquoten dem Spiel der Konkurrenz und des Marktes überlassen werden. Nicht nur für die Polizeigewerkschaften sollte das Fass langsam voll sein. Wenn der Gemeinderat meint, dass es für die Sensibilisierungsarbeit im Bereich der Abfallentsorgung an städtischem Personal fehle, das über die notwendige „Fachkompetenz“ verfügt, dann kann ich nur staunen: über dieses Eingeständnis, über dieses Armutszeugnis. Nimmt man allerdings die Sensibilität für anderer Leute Schulden bei der Broncos-Ortsgruppe Westside zum Massstab – dann versteht man die Verlegenheit des Gemeinderats schon wieder besser.

Rolf Zbinden, Partei der Arbeit, 26. März 2015 pdf


EINREICHUNG NDG-REFERENDUM

Anfang Oktober wurde das Referendum gegen das neue Nachrichtendienstgesetz (NDG) lanciert. Die PdA ist Teil des Bündnisses gegen den Schnüffelstaat. Nun haben wir es gemeinsam mit den anderen Bündnisorganisationen geschafft, die nötigen 50’000 Unterschriften zu sammeln. Diese wird an diesem Donnerstag bei der Bundeskanzlei eingereicht.
Treffpunkt für die Einreichung ist am Donnerstag, 14. Januar, um 13:15 auf dem Bundesplatz Bern.


NEUES BÜPF UMMÜPFEN – AUCH NDG UND DERGLEICHEN!

Momentan befindet sich das Referendum gegen die Revision des Bundesgesetzes betreffend Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (Büpf) in der Sammelphase. Das gegen das neue Nachrichtendienstgesetz (NDG) ist zustande gekommen und kommt bald zur Abstimmung. Dabei handelt es sich um Vorlagen, die es in sich haben.

Als im Jahre 1989 in der Schweiz 900’000 (!) Fichen (schw. für Akten, Dossiers) von mehrheitlich unbescholtenen BürgerInnen zum Vorschein kamen, fielen alle aus den Wolken. Es scheint eine Konstante in der jüngeren schweizerischen Geschichte zu sein, dass immer alle von nichts gewusst hatten. Der Skandal damals dauerte nicht lange an. Die Initiative „Schweiz ohne Schnüffelpolizei“, gleich im Anschluss gestartet und 1991 eingereicht, kam erst Ende 1998 zur Abstimmung und wurde auch deswegen verworfen. Die Empörungshalbwertzeit ist heute viel kürzer geworden.

Und als 2013 Edward Snowden die Überwachungstätigkeit des Auslandgeheimdienstes der Amis aufdeckte (Prism), welche die ganze Welt betraf – auch deren sogenannte „FreundInnen“ wie Angela Merkel –, wollte wieder niemand etwas gewusst haben vom Überwachungsmoloch Echelon der USA und ihrer Vasallenstaaten (um die Jahrtausendwende ein Thema), von den Spionageeinrichtungen in Zimmerwald (Satellitenüberwachungssystem Onyx) des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB) etc.

Die technischen Möglichkeiten sind heute viel grösser, die nun mittels diversen Gesetzesrevisionen nicht nur angepasst, sondern ausgenutzt und ausgebaut werden sollen und stellen alles bisher dagewesene in den Schatten. Daher ist es so wichtig, die Revision des Bundesgesetzes betreffend Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (Büpf) und das neue Nachrichtendienstgesetz (NDG) zu bekämpfen!


Referendum

Das geplante Nachrichtendienst-Gesetz (NDG) erlaubt es dem Geheimdienst Telefone abzuhören, Privaträume zu verwanzen und in Computer einzudringen – alles ohne Straftatverdacht. Deshalb jetzt das Referendum unterschreiben!
Die geplanten Überwachungsmassnahmen sind massive Eingriffe in die Grundrechte. Mit dem Einsatz von Staatstrojanern kann der Geheimdienst Computer hacken und Überwachungssoftware installieren. Auch Kamera und Mikrofon von Laptops und Smartphones dürfen angezapft werden. Von der geplanten Internet-Überwachung im Stil der NSA sind alle betroffen, da die Datenströme keine Grenzen kennen. Die vorgesehenen Kontrollinstanzen sind ungenügend und ein Einsichtsrecht fehlt ganz.

Im Bündnis gegen den Schnüffelstaat hat sich die Partei der Arbeit mit verschiedene Organisationen und Parteien zusammengeschlossen, welche das NDG gemeinsam mit dem Referendum bekämpfen. mehr…


35 ORGANISATIONEN MACHEN DRUCK AUF NACHRÜSTUNGEN IN MÜHLEBERG

Medienmitteilung der Koordination zur Abschaltung des AKW Mühleberg mit 35 unterzeichnenden Organisationen, darunter auch die PdA Bern.

35 Anti-Atom-, Umwelt-, Menschenrechtsorganisationen und Parteien verlangen sofortige Massnahmen gegen die nunmehr über drei Jahre dauernde Verschleppung von Nachrüstkonzepten im AKW Mühleberg. Sie fordern zu diesem Zweck vom Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK in einem Brief vom 20. Oktober 2014, die Verordnung zur Ausserbetriebnahme von Kernkraftwerken ABNV2 auf schnellstem Weg im Sinne einer superprovisorischen Verfügung zu präzisieren. Das AKW Mühleberg verletzt mehrfach die offiziellen Risiko-grenzwerte und soll deshalb nach Inkraftsetzung der Verfügung sofort ausser Betrieb genommen werden und nur dann wieder in Betrieb gehen können, wenn belegt ist, dass im AKW ausreichende Nachrüstungen durchgeführt worden sind pdf


GEGEN DIE REVISION DES BÜPF

Medienmitteilung der PdA Bern zur Demonstration auf dem Bundesplatz

Die Partei der Arbeit Bern bastelte einen Trojaner und nahm damit an der erfogreichen Demonstration gegen das Bundesgesetz betreffend die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (BÜPF) teil. Dieses liefert die gesetzlichen Grundlagen für sogenannte„geheime Zwangsmassnahmen“, wie die Telefonkontrolle und der Einsatz von verdeckten Ermittlern. Ursprünglich wurden diese „geheimen Zwangsmassnahmen“ mit dem Zuwachs an (international) organisierter Kriminalität, Wirtschaftskriminalität, Terrorismus und schweren Menschenrechtsverletzungen gerechtfertigt. In der Praxis wurde der Anwendungsbereich aber, stark auch auf Alltagssituationen ausgeweitet. Sowie bei der Telefonkontrolle als auch der verdeckten Ermittlung vermischen sich präventive und repressive Komponenten in unscharfer Art und Weise. Da sich solche Massnahmen völlig im Geheimen abwickeln, besteht ein nicht zu unterschätzendes Missbrauchspotenzial.
Damit wird der Persönlichkeits- und Datenschutz noch weiter ausgehebelt und alle der staatlichen „Schnüffelei“ ausgeliefert. Besonder dreist sind die Einführung des Staatstrojaners, die erweiterte Datenspeicherung auf Vorrat sowie die Handy-Überwachung.

Im März 2014 hat der Ständerat die Revision des BÜPF durchgewunken. Dies obwohl am 8. März 2014 ein historischer Entscheid des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) ein umstrittenes EU-Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung für ungültig erklärt hatte, wonach die massenhafte Speicherung von Telefon- und Internetverbindungsdaten ohne konkreten Anlass als ein gravierender Eingriff in die Grundrechte (insbesondere Achtung des Privatlebens) der Bürger bezeichnet wurde. Nun steht die Schweiz vor einem massgeblichen Richtungsentscheid. Wird der Schutz der Privatsphäre zum toten Verfassungsbuchstaben und der Überwachungsstaat noch weiter ausgebaut?

Die Partei der Arbeit Bern – PdA,  will dies gemeinsam mit einem breiten Bündnis bekämpfen und demonstrierte für

das Grundrecht auf Privatsphäre
für Freiheit und Rechtsstaat
gegen die Überwachung auf Vorrat
gegen Staatstrojaner
gegen das neue Überwachungsgesetz BÜPF

Partei der Arbeit des Kantons Bern pdf

 


STELLUNGNAHME DER PARTEI DER ARBEIT DER SCHWEIZ ZUM STAATSSTREICH IN DER UKRAINE UND ZUM FRIEDEN IN EUROPA

Medienmitteilung

Die Partei der Arbeit der Schweiz (PdAS) ist über die aktuellen Ereignisse in der Ukraine besorgt. Nach Libyen und Syrien ist nun die Ukraine Opfer von Einmischungen imperialistischer Staaten. Im Namen der „Verbreitung der Demokratie“ singen seit einigen Monaten die Regierenden und die Medien der USA und der EU-Länder – auch der Schweiz – Loblieder über die Oligarchie, die Ende Februar in der Ukraine die Macht übernommen hat. Gleichzeitig verteufeln und bezeichnen sie all jene, die sich den westlichen Einmischungen widersetzen, als „totalitär“.

Die PdAS wehrt sich gegen diese befangene, von den Mainstream-Medien propagierte Sicht der Dinge. Als ein wirklicher Staatsstreich (anders kann man den gewaltsamen Sturz einer demokratisch gewählten Regierung nicht bezeichnen) zwischen dem 20. und dem 22. Februar stattfand, sprachen die Medien von einem „Sieg der Demokratie“. Obwohl die zur Regierungskoalition mutierte Dissidenz von reaktionärsten Elementen des ukrainischen politischen Spektrums durchdrungen ist (darunter Neonazis und Neo-Faschisten), haben sich die Medien damit begnügt, den Reformwillen friedlicher DemonstrantInnen in den Vordergrund zu stellen. Und obwohl laut Umfragen nicht mehr als 37% der ukrainischen Bevölkerung für einen EU-Beitritt waren, wollte man uns glaubhaft machen, dass eine grosse Mehrheit der UkrainerInnen pro-europäisch sei. Viel Lug und Trug um das zu verbergen, was wirklich auf dem Spiel steht: Das Näherrücken der USA und der EU an die russischen Grenzen.

Der Gipfel der Heuchelei wurde nach dem Referendum vom 16. März zur Selbstbestimmung der Krim erreicht. Die Folge dieses Referendums war die Angliederung der Krim an die Russische Föderation. Was waren da nicht für empörte und formalrechtliche Reaktionen seitens westlicher MachthaberInnen zu hören – der gleichen, die einige Wochen zuvor den Staatsstreich in der Ukraine unterstützt hatten! Die PdAS ist der Meinung, dass das Referendum die Probleme der ukrainischen und der Krim-Bevölkerung nicht lösen wird: auch Russland verteidigt seine eigenen Interessen in dieser Geschichte. Dennoch protestiert die PdAS vehement dagegen, dass mit zwei verschiedenen Ellen gemessen wird. Schlimmer noch als die grossen Verlautbarungen: Die USA und die EU nützen diese Angliederung aus, um eine Reihe von Sanktionen und militärischen Provokationen gegen Russland zu starten.

In diesem Kontext ist eine militärische Eskalation, die bis zu einer Konfrontation zwischen der Nato und der Russischen Föderation führen kann, zu befürchten. Der Frieden in Europa ist gefährdet und die imperialistischen Mächte, darunter die EU, sind dafür verantwortlich – was Fragen über die angeblich friedenserhaltende Rolle der EU aufwirft. Angesichts dessen spricht die PdAS ihre volle Solidarität mit der ukrainischen und der Krim-Bevölkerung sowie der Kommunistischen Partei der Ukraine aus. Letztere ist Verbotsmassnahmen in mehreren Regionen des Landes zum Opfer gefallen. Unsere Partei verurteilt die Rolle der EU und der USA in der aktuellen Krise, aber auch die der Schweiz durch den Vorsitzenden der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), Bundespräsident Didier Burkhalter.

Partei der Arbeit der Schweiz


UMBAU DER BKW-POLITIK IST DRINGEND

Unter öffentlichem Druck beschloss der Bundesrat nach Fukushima, auf die bisherige Strategie der neuen AKW zu verzichten. Das war ein Tiefschlag für die Stromkonzerne. Seit Jahren hatten sie mit der Atompolitik eine Energiewende sabotiert.

Der „rot-grün“ regierte Kanton Bern, Mehrheitsaktionär der BKW, hatte diesem Treiben zugeschaut. Die Folge: Die BKW verpasste eine gescheite Positionierung als Energiedienstleistungsunternehmen für Sparmassnahmen und dezentrale Produktion. Stattdessen witterte sie das grosse Geschäft im internationalen Stromhandel, welcher heute 50% des Stromumsatzes ausmacht. Aber wegen den aktuell tiefen Marktpreisen sind die Exporte unrentabel, und Strom einzukaufen ist billiger, als Kraftwerke zu bauen.

In dieser kurzsichtigen Politik spielt das AKW Mühleberg eine entscheidende Rolle.

Grössere Nachrüstungen, welche bis 2017 hätten umgesetzt werden sollen, hat die BKW eigenmächtig gestrichen. Wenn es nach ihr geht, soll der Schrottreaktor trotzdem bis 2019 am Netz bleiben. Ein energiepolitischer Umschwung wird weiter blockiert.

Noch droht der BKW 2014 eine kantonale Initiative für die sofortige Stilllegung, zudem ist ein juristisches Stilllegungsverfahren hängig. Im AKW kränkelt der Personalbestand. Aufwändige Risikostudien sind offen. Der Kanton seinerseits macht seine Politik an der Realität des Atomrisikos vorbei. Schlimmer noch: selbst die schweizerische Atombehörde ENSI hat den BKW-Verwaltungsrat, in dem der Kanton vertreten ist, bezichtigt, seiner Pflicht für die „Sicherheit“ zu wenig nachzukommen.

Aufgabe des Kantons wäre, bei der BKW die Strategie eines Energiedienstleistungsunternehmens voranzutreiben und mit allen Mitteln von der Atomkraft wegzukommen.

Text aus der Wahlbroschüre der PdA Bern zu den Grossratswahlen 2014


Wahlprogramm 2014

HALTET DEN DIEB!

Die Partei der Arbeit wehrt sich für das öffentliche Eigentum. Was zur Befriedigung der Grundbedürfnisse der Menschen dient, muss vor den Profitgeiern geschützt werden. Nur das öffentliche Eigentum schafft Gerechtigkeit und Gleichheit bei den Dienstleistungen: im Zugang zum Bildungssystem, im Gesundheitswesen, in Fragen der Sicherheit, in der Versorgung mit Wasser und Energie, in der Entsorgung, in der Mobilität. Werden diese Bereiche privatisiert und den Profitdieben zum Frass vorgeworfen, schliessen sie einzelne Menschen von der Teilhabe an lebenswichtigen Gütern und Angeboten aus. Gemeingüter sind Werkzeuge, die der Befriedigung gemeinsamer Bedürfnisse und der Wahrnehmung allgemeiner Grundrechte dienen: Wir dürfen diese Werkzeuge nicht aus unsern Händen geben. Wie die Verfassung das Recht auf Privateigentum garantiert, braucht auch das Gemeingut Schutz und langfristige Garantien.
Deshalb Stopp dem Privatisierungswahn! Schluss damit, dass sich einzelne auf Kosten der Allgemeinheit lebenswichtige Ressourcen unter den Nagel reissen!

Im Kanton Bern gehört ein Viertel der Arbeitsplätze zum öffentlichen Sektor. Diese Arbeitsplätze und die Arbeitsbedingungen sind durch Privatisierungsbestrebungen und durch die Sparwut des Grossen Rates bedroht. Die PdA kämpft gegen den Abbau von Dienstleistungen und für einen demokratisch kontrollierten, transparenten und effizienten Service public. Denn – die BKW lassen grüssen – Gemeineigentum allein reicht nicht: Es muss auch im Sinne von uns EigentümerInnen verwaltet werden, mit klaren sozialen und ökologischen Zielvorgaben.

UMBAU DER BKW-POLITIK IST DRINGEND

Unter öffentlichem Druck beschloss der Bundesrat nach Fukushima, auf die bisherige Strategie der neuen AKW zu verzichten. Das war ein Tiefschlag für die Stromkonzerne. Seit Jahren hatten sie mit der Atompolitik eine Energiewende sabotiert.

Der „rot-grün“ regierte Kanton Bern, Mehrheitsaktionär der BKW, hatte diesem Treiben zugeschaut. Die Folge: Die BKW verpasste eine gescheite Positionierung als Energiedienstleistungsunternehmen für Sparmassnahmen und dezentrale Produktion. Stattdessen witterte sie das grosse Geschäft im internationalen Stromhandel, welcher heute 50% des Stromumsatzes ausmacht. Aber wegen den aktuell tiefen Marktpreisen sind die Exporte unrentabel, und Strom einzukaufen ist billiger, als Kraftwerke zu bauen.

In dieser kurzsichtigen Politik spielt das AKW Mühleberg eine entscheidende Rolle.

Grössere Nachrüstungen, welche bis 2017 hätten umgesetzt werden sollen, hat die BKW eigenmächtig gestrichen. Wenn es nach ihr geht, soll der Schrottreaktor trotzdem bis 2019 am Netz bleiben. Ein energiepolitischer Umschwung wird weiter blockiert.

Noch droht der BKW 2014 eine kantonale Initiative für die sofortige Stilllegung, zudem ist ein juristisches Stilllegungsverfahren hängig. Im AKW kränkelt der Personalbestand. Aufwändige Risikostudien sind offen. Der Kanton seinerseits macht seine Politik an der Realität des Atomrisikos vorbei. Schlimmer noch: selbst die schweizerische Atombehörde ENSI hat den BKW-Verwaltungsrat, in dem der Kanton vertreten ist, bezichtigt, seiner Pflicht für die „Sicherheit“ zu wenig nachzukommen.

Aufgabe des Kantons wäre, bei der BKW die Strategie eines Energiedienstleistungsunternehmens voranzutreiben und mit allen Mitteln von der Atomkraft wegzukommen.

VERHINDERN WIR EINEN REPRESSIVEN VORZEIGEKANTON – ZEIGEN WIR DEN REPRESSIONS-HOOLS DIE ROTE KARTE!

Neues Sozialhilfegesetz, „Hooligan-Konkordat“, Internetpranger: drei herausragende Stichworte der vergangenen Legislatur und zugleich drei hervorragende Angriffe auf die Grundrechte der Bevölkerung des Kantons Bern. Diese Massnahmen haben zwar jeweils unterschiedliche Bevölkerungsgruppen im Visier, hinter ihnen steckt aber die gleiche undemokratische Logik der Ausgrenzung, Stigmatisierung, Bestrafung. Für ganze Gruppen wird damit der Persönlichkeits- und Datenschutz ausgehebelt und sie werden der öffentlichen Ächtung ausgeliefert.

Unschuldsvermutung und staatliche Beweislast und -pflicht gehören damit längst der Vergangenheit an. Gesellschaftliche Vorverurteilung und Ausgrenzung basieren auf dem Generalverdacht gegenüber bestimmten Gruppen der Bevölkerung, beruhen auf gegenseitigem Misstrauen und auf gezieltem Missverstehen. Deren Bestrafung wird vorverlagert: ins vorgerichtliche Feld. Wer einmal in diese Mühle gerät, wird sich so leicht nicht wieder herauswinden können. Soll er ja auch nicht, wenn das Kalkül der Spalter und Ausgrenzer aufgehen soll!

FÜR EINE ÖFFENTLICHE VOLKSSCHULE OHNE SELEKTION

Grössere Schulklassen beeinträchtigen den Unterricht. Deshalb müssen wir uns, gemeinsam mit den betroffenen SchülerInnen, Eltern und Lehrkräften, gegen die Bestrebungen zur Wehr setzen, mit der Erhöhung der Klassengrössen Geld zu „sparen“.

Aber der Kampf für eine gute Schule, in der auch die Kinder aus der Arbeiterklasse und die Kinder aus anderen Kulturen optimale Bildungschancen haben, geht über die aktuelle Frage der Schülerzahlen hinaus.

Das heutige Schulsystem mit der vielerorts noch strikten Trennung in unterschiedliche Schultypen ist ein Abbild der bestehenden Gesellschaft. Diese Gesellschaft wollen wir von Grund auf verändern. Und wir kämpfen für ein neues Schulsystem, wo alle Jugendlichen innerhalb derselben Schule unterrichtet und entsprechend ihren Fähigkeiten und Talenten gefördert werden.

Solche neue Schulformen ohne Selektion (Stichwort ´Gesamtschule´) sind schon lange erprobt worden. Aber es braucht den Willen, eine entsprechende Schul- und Bildungsreform anzupacken. Diesen politischen Willen haben wir in den 8 Regierungsjahren des grünen Bildungsdirektors vermisst.

Uns geht es auch nicht um alternative Oasen. Sondern wir wollen den Kampf, den die fortschrittlichen demokratischen Kräfte im 19. Jahrhundert für die allgemeine öffentliche Schulbildung geführt haben, im 21. Jahrhundert weiterführen. Die öffentliche Schule hat eine zentrale Funktion zu erfüllen für die soziale Integration der Kinder aus unterschiedlichen Schichten und Kulturen. Und nur im Rahmen der öffentlichen Volksschule ist es realistisch, die heute bestehende Ungleichheit der Bildungschancen abzubauen.

SPAREN? – NEIN, ES GEHT UM UMVERTEILUNG VON UNTEN NACH OBEN!

Die „Sparmassnahmen“ des Grossen Rates vom November 2013:

Kantonale Beihilfen bei der Spitex werden gekürzt.

• Beiträge an die Altersheime werden so gekürzt: weniger Pflegepersonal mit insgesamt schlechterer Qualifikation.

• Bei den Chronischkranken in den Psychiatriekliniken sollen 6,5 Mio. Franken „gespart“ werden (aber wie? – soll man die LangzeitpatientInnen einfach auf die Strasse stellen?!)

• Bis 2015 werden 60‘000 BernerInnen die Prämienverbilligung bei den Krankenkassen verlieren. Bei einer grösseren Familie in bescheidenen Verhältnissen kann das schon mal einen Monatslohn ausmachen!

• In der Volksschule wird es grössere Klassen geben.

• In der Berufsbildung sollen Vollzeitausbildungen reduziert, Klassengrössen erhöht sowie Frei- und Stützkurse beschränkt werden.

All diesen „Spar“massnahmen ist gemeinsam, dass sie sozial Schwächere, ältere Menschen, Pflegebedürftige oder SchülerInnen und Lehrlinge betreffen.
Man müsse sparen, um ein drohendes Defizit im Kantonsbudget abzuwenden, war die Rede. Und in merkwürdig vorauseilendem Gehorsam lieferte der sozialdemokratisch-grün dominierte Regierungsrat
gar die Vorlagen für diese Massnahmen.

Aber wie kam es denn zu diesem „Loch“ im Kantonsbudget?

• Bei der Steuergesetzrevision 2011 wurden mittlere und höhere Einkommen und Vermögen steuerlich „entlastet“, mit Einbussen von jährlich 200 Mio. Fr. (Kanton) und 105 Mio. Fr. (Gemeinden). GemeindepräsidentInnen verschiedener politischer Couleur hatten vergebens vor den absehbaren Folgen gewarnt.

• Die Senkung der Motorfahrzeugsteuern, die vom Volk angenommen wurde, brachte nochmals eine Einbusse von 100 Mio. Franken.

• Kurz vor seiner „Spardebatte“ beschloss der Grosse Rat noch eine steuerliche „Entlastung“ beim Kauf von Wohneigentum, was wieder zu 25 Mio. Fr. Einbussen führen wird.

Gemeinsam ist all diesen „Steuerentlastungen“, dass sie den wohlhabenden Bevölkerungsschichten zu Gute kommen. Und um die Wohlhabenden zu entlasten, sollen die sozial Schwächeren, Alten, Pflegebedürftigen, SchülerInnen und Lehrlinge belastet werden – das ist die wirkliche Bedeutung des bürgerlichen Kampfwortes „Sparen“!

GESUNDHEIT IST KEINE WARE!

Auf dem Lande sind verschiedene öffentliche Spitäler geschlossen worden, weitere werden noch folgen. In den Städten hingegen werden munter neue Privatspitäler eröffnet. So führt z.B. die private Hirslanden-Gruppe in der Stadt Bern schon drei Spitäler (Beau-Site, Permanence und Salem) und hat neulich noch eine private „Walk-in“-Notfallklinik eröffnet.

Im ganzen Kanton sind die öffentlichen Spitäler in Aktiengesellschaften ausgelagert und zusammengeschlossen worden. Mit New Public Management sollen sie „gleich lange Spiesse“ wie die Privaten haben und nicht mehr nach Grundsätzen der öffentlichen Verwaltung geführt werden, sondern nach marktwirtschaftlichen, kapitalistischen Prinzipien. Das führt sie in einen rui-nösen Wettbewerb. Mit Spitallisten garantiert man den Privatspitälern gleichzeitig noch Steuergelder für „wenig lukrative“ Allgemeinversicherte.

Die Partei der Arbeit kämpft gegen diese Politik. Gerade das Gesundheitswesen darf nicht den kranken Mechanismen unterworfen werden, in denen es nur um Profit geht, in der eine Zweiklassengesellschaft entsteht zwischen Reich und Arm, zwischen Stadt und Land, zwischen privat und öffentlich, zwischen gut bezahlten Spitzenmedizinern einerseits und überarbeiteten HausärztInnen und ChirurgInnen zweiter Klasse andererseits, zwischen Luxusmedizin für wenige und fehlender Grundversorgung für die, die es nötig haben. Medizinische Hilfe ist etwas, das es nicht nur dort geben sollte, wo es rentiert, sondern dort, wo sie gebraucht wird!

WER DURCHSCHAUT DAS DOPPELSPIEL DER SVP?

Einige bekannte SVP-Politiker wollen bedrohte Landspitäler mit Kantonsgeldern vor der Schliessung bewahren. Das ist ja schön – aber ist nicht gerade die mächtige SVP zur Vorkämpferin der neoliberalen Religion geworden? Und die Schliessung der „unrentablen“ Landspitäler ist doch die logische Konsequenz ebendieser neoliberalen Sparpolitik!

Dasselbe bei der Verkehrspolitik: Politiker-Innen aus SVP und anderen bürgerlichen Parteien protestieren gegen die Ausdünnung des öffentlichen Verkehrs in ihrer Region.

Wir unterstützen diesen Protest: die Partei der Arbeit setzt sich auch für einen flächendeckenden, gut ausgebauten öffentlichen Verkehr ein. Wir fordern billigere Tarife bei Bahn, Bus, Tram und kostenlosen öV für Menschen in Ausbildung, für Armutsbetroffene und Behinderte.

Doch diese SVP-PolitikerInnen preisen einerseits den „freien“ Markt – und andererseits wollen sie regionale Strukturen erhalten. Beides geht aber unmöglich zusammen! Hoffentlich durchschauen die BernerInnen dieses trügerische Doppelspiel.

DER GROSSE RAT ALS MORALISCHE ANSTALT

September 2013:
Auf Antrag der SVP kürzt eine bürgerliche Mehrheit die Sozialhilfe um 10%.

November 2013:
Die gleichen Grossrät-Innen halten daran fest, dass ihre eigenen Parlamentsgehälter um fast 50% erhöht werden.

Die Sitze im Grossen Rat werden zuerst nach der Anzahl Listenstimmen auf die verschiedenen Parteien verteilt. Deshalb unterstützen Sie unsere Kandidierenden am wirksamsten, wenn Sie die vorgedruckte, unveränderte Wahlliste 20 Partei der Arbeit und Kommunistische Jugend (PdA und KJ) einlegen! Das Hinzufügen von Namen aus anderen Listen (=Panaschieren) schwächt unsere Liste.

Wenn Sie einen amtlichen (leeren) Wahlzettel benutzen, bitte „Liste 20 Partei der Arbeit und Kommunistische Jugend“ in den Listenkopf schreiben.

Spenden: PdA Bern. PC-Konto 30-26786-9 Vermerk: „Grossratswahlen“


Grossratswahlen 2014

Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Freunde Wir danken allen die uns unterstützt und gewählt haben. Dank dem Engagement von ganz vielen konnten wir unser Resultat im Vergleich zu den letzten Stadtratswahlen deutlich steigern. Leider hat es aber trotzdem noch nicht für einen Sitz im Grossenrat des Kantons Bern gereicht. Immerhin konnte, auch dank unserem guten Abschneiden, unsere Bündnispartnerin, die GP-DA, einen Sitz gewinnen. Wir gratulieren!

Die Einreichung unserer Grossratswahlliste war für uns ein schöner Erfolg: Es ist uns gelungen, eine volle Liste mit 20 Kandidierenden einzureichen, auf der die unterschiedlichsten Berufe/Tätigkeiten vertreten sind, und dies mit einer guten Durchmischung nach Alter und Geschlecht. Wir danken all den Frauen und Männern recht herzlich für Ihre Bereitschaft, auf unserer Liste zu kandidieren!

Die Sitze im Grossen Rat werden zuerst nach der Anzahl Listenstimmen auf die verschiedenen Parteien verteilt. Deshalb unterstützen Sie unsere Kandidierenden am wirksamsten, wenn Sie die vorgedruckte, unveränderte Wahlliste 20 Partei der Arbeit und Kommunistische Jugend (PdA und KJ) einlegen! Das Hinzufügen von Namen aus anderen Listen (=Panaschieren) schwächt unsere Liste.

Wenn Sie einen amtlichen (leeren) Wahlzettel benutzen, bitte „Liste 20 Partei der Arbeit und Kommunistische Jugend“ in den Listenkopf schreiben.

Die Partei der Arbeit und die Kommunistische Jugend kandidieren im Wahlkreis Bern.

Für die anderen Wahlkreise empfehlen wir euch die Website vom Komitee der Arbeitslosen und Armutsbetroffenen KABBA www.unwaehlbar.ch
Sie legt das Abstimmungsverhalten der Grossratsmitglieder offen.

Spenden:
PdA Bern
PC-Konto 30-26786-9
Vermerk: „Grossratswahlen“