Kategorie: Archiv

Referendum

Das geplante Nachrichtendienst-Gesetz (NDG) erlaubt es dem Geheimdienst Telefone abzuhören, Privaträume zu verwanzen und in Computer einzudringen – alles ohne Straftatverdacht. Deshalb jetzt das Referendum unterschreiben!
Die geplanten Überwachungsmassnahmen sind massive Eingriffe in die Grundrechte. Mit dem Einsatz von Staatstrojanern kann der Geheimdienst Computer hacken und Überwachungssoftware installieren. Auch Kamera und Mikrofon von Laptops und Smartphones dürfen angezapft werden. Von der geplanten Internet-Überwachung im Stil der NSA sind alle betroffen, da die Datenströme keine Grenzen kennen. Die vorgesehenen Kontrollinstanzen sind ungenügend und ein Einsichtsrecht fehlt ganz.

Im Bündnis gegen den Schnüffelstaat hat sich die Partei der Arbeit mit verschiedene Organisationen und Parteien zusammengeschlossen, welche das NDG gemeinsam mit dem Referendum bekämpfen. mehr…


35 ORGANISATIONEN MACHEN DRUCK AUF NACHRÜSTUNGEN IN MÜHLEBERG

Medienmitteilung der Koordination zur Abschaltung des AKW Mühleberg mit 35 unterzeichnenden Organisationen, darunter auch die PdA Bern.

35 Anti-Atom-, Umwelt-, Menschenrechtsorganisationen und Parteien verlangen sofortige Massnahmen gegen die nunmehr über drei Jahre dauernde Verschleppung von Nachrüstkonzepten im AKW Mühleberg. Sie fordern zu diesem Zweck vom Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK in einem Brief vom 20. Oktober 2014, die Verordnung zur Ausserbetriebnahme von Kernkraftwerken ABNV2 auf schnellstem Weg im Sinne einer superprovisorischen Verfügung zu präzisieren. Das AKW Mühleberg verletzt mehrfach die offiziellen Risiko-grenzwerte und soll deshalb nach Inkraftsetzung der Verfügung sofort ausser Betrieb genommen werden und nur dann wieder in Betrieb gehen können, wenn belegt ist, dass im AKW ausreichende Nachrüstungen durchgeführt worden sind pdf


GEGEN DIE REVISION DES BÜPF

Medienmitteilung der PdA Bern zur Demonstration auf dem Bundesplatz

Die Partei der Arbeit Bern bastelte einen Trojaner und nahm damit an der erfogreichen Demonstration gegen das Bundesgesetz betreffend die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (BÜPF) teil. Dieses liefert die gesetzlichen Grundlagen für sogenannte„geheime Zwangsmassnahmen“, wie die Telefonkontrolle und der Einsatz von verdeckten Ermittlern. Ursprünglich wurden diese „geheimen Zwangsmassnahmen“ mit dem Zuwachs an (international) organisierter Kriminalität, Wirtschaftskriminalität, Terrorismus und schweren Menschenrechtsverletzungen gerechtfertigt. In der Praxis wurde der Anwendungsbereich aber, stark auch auf Alltagssituationen ausgeweitet. Sowie bei der Telefonkontrolle als auch der verdeckten Ermittlung vermischen sich präventive und repressive Komponenten in unscharfer Art und Weise. Da sich solche Massnahmen völlig im Geheimen abwickeln, besteht ein nicht zu unterschätzendes Missbrauchspotenzial.
Damit wird der Persönlichkeits- und Datenschutz noch weiter ausgehebelt und alle der staatlichen „Schnüffelei“ ausgeliefert. Besonder dreist sind die Einführung des Staatstrojaners, die erweiterte Datenspeicherung auf Vorrat sowie die Handy-Überwachung.

Im März 2014 hat der Ständerat die Revision des BÜPF durchgewunken. Dies obwohl am 8. März 2014 ein historischer Entscheid des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) ein umstrittenes EU-Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung für ungültig erklärt hatte, wonach die massenhafte Speicherung von Telefon- und Internetverbindungsdaten ohne konkreten Anlass als ein gravierender Eingriff in die Grundrechte (insbesondere Achtung des Privatlebens) der Bürger bezeichnet wurde. Nun steht die Schweiz vor einem massgeblichen Richtungsentscheid. Wird der Schutz der Privatsphäre zum toten Verfassungsbuchstaben und der Überwachungsstaat noch weiter ausgebaut?

Die Partei der Arbeit Bern – PdA,  will dies gemeinsam mit einem breiten Bündnis bekämpfen und demonstrierte für

das Grundrecht auf Privatsphäre
für Freiheit und Rechtsstaat
gegen die Überwachung auf Vorrat
gegen Staatstrojaner
gegen das neue Überwachungsgesetz BÜPF

Partei der Arbeit des Kantons Bern pdf

 


STELLUNGNAHME DER PARTEI DER ARBEIT DER SCHWEIZ ZUM STAATSSTREICH IN DER UKRAINE UND ZUM FRIEDEN IN EUROPA

Medienmitteilung

Die Partei der Arbeit der Schweiz (PdAS) ist über die aktuellen Ereignisse in der Ukraine besorgt. Nach Libyen und Syrien ist nun die Ukraine Opfer von Einmischungen imperialistischer Staaten. Im Namen der „Verbreitung der Demokratie“ singen seit einigen Monaten die Regierenden und die Medien der USA und der EU-Länder – auch der Schweiz – Loblieder über die Oligarchie, die Ende Februar in der Ukraine die Macht übernommen hat. Gleichzeitig verteufeln und bezeichnen sie all jene, die sich den westlichen Einmischungen widersetzen, als „totalitär“.

Die PdAS wehrt sich gegen diese befangene, von den Mainstream-Medien propagierte Sicht der Dinge. Als ein wirklicher Staatsstreich (anders kann man den gewaltsamen Sturz einer demokratisch gewählten Regierung nicht bezeichnen) zwischen dem 20. und dem 22. Februar stattfand, sprachen die Medien von einem „Sieg der Demokratie“. Obwohl die zur Regierungskoalition mutierte Dissidenz von reaktionärsten Elementen des ukrainischen politischen Spektrums durchdrungen ist (darunter Neonazis und Neo-Faschisten), haben sich die Medien damit begnügt, den Reformwillen friedlicher DemonstrantInnen in den Vordergrund zu stellen. Und obwohl laut Umfragen nicht mehr als 37% der ukrainischen Bevölkerung für einen EU-Beitritt waren, wollte man uns glaubhaft machen, dass eine grosse Mehrheit der UkrainerInnen pro-europäisch sei. Viel Lug und Trug um das zu verbergen, was wirklich auf dem Spiel steht: Das Näherrücken der USA und der EU an die russischen Grenzen.

Der Gipfel der Heuchelei wurde nach dem Referendum vom 16. März zur Selbstbestimmung der Krim erreicht. Die Folge dieses Referendums war die Angliederung der Krim an die Russische Föderation. Was waren da nicht für empörte und formalrechtliche Reaktionen seitens westlicher MachthaberInnen zu hören – der gleichen, die einige Wochen zuvor den Staatsstreich in der Ukraine unterstützt hatten! Die PdAS ist der Meinung, dass das Referendum die Probleme der ukrainischen und der Krim-Bevölkerung nicht lösen wird: auch Russland verteidigt seine eigenen Interessen in dieser Geschichte. Dennoch protestiert die PdAS vehement dagegen, dass mit zwei verschiedenen Ellen gemessen wird. Schlimmer noch als die grossen Verlautbarungen: Die USA und die EU nützen diese Angliederung aus, um eine Reihe von Sanktionen und militärischen Provokationen gegen Russland zu starten.

In diesem Kontext ist eine militärische Eskalation, die bis zu einer Konfrontation zwischen der Nato und der Russischen Föderation führen kann, zu befürchten. Der Frieden in Europa ist gefährdet und die imperialistischen Mächte, darunter die EU, sind dafür verantwortlich – was Fragen über die angeblich friedenserhaltende Rolle der EU aufwirft. Angesichts dessen spricht die PdAS ihre volle Solidarität mit der ukrainischen und der Krim-Bevölkerung sowie der Kommunistischen Partei der Ukraine aus. Letztere ist Verbotsmassnahmen in mehreren Regionen des Landes zum Opfer gefallen. Unsere Partei verurteilt die Rolle der EU und der USA in der aktuellen Krise, aber auch die der Schweiz durch den Vorsitzenden der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), Bundespräsident Didier Burkhalter.

Partei der Arbeit der Schweiz


Wahlprogramm 2014

HALTET DEN DIEB!

Die Partei der Arbeit wehrt sich für das öffentliche Eigentum. Was zur Befriedigung der Grundbedürfnisse der Menschen dient, muss vor den Profitgeiern geschützt werden. Nur das öffentliche Eigentum schafft Gerechtigkeit und Gleichheit bei den Dienstleistungen: im Zugang zum Bildungssystem, im Gesundheitswesen, in Fragen der Sicherheit, in der Versorgung mit Wasser und Energie, in der Entsorgung, in der Mobilität. Werden diese Bereiche privatisiert und den Profitdieben zum Frass vorgeworfen, schliessen sie einzelne Menschen von der Teilhabe an lebenswichtigen Gütern und Angeboten aus. Gemeingüter sind Werkzeuge, die der Befriedigung gemeinsamer Bedürfnisse und der Wahrnehmung allgemeiner Grundrechte dienen: Wir dürfen diese Werkzeuge nicht aus unsern Händen geben. Wie die Verfassung das Recht auf Privateigentum garantiert, braucht auch das Gemeingut Schutz und langfristige Garantien.
Deshalb Stopp dem Privatisierungswahn! Schluss damit, dass sich einzelne auf Kosten der Allgemeinheit lebenswichtige Ressourcen unter den Nagel reissen!

Im Kanton Bern gehört ein Viertel der Arbeitsplätze zum öffentlichen Sektor. Diese Arbeitsplätze und die Arbeitsbedingungen sind durch Privatisierungsbestrebungen und durch die Sparwut des Grossen Rates bedroht. Die PdA kämpft gegen den Abbau von Dienstleistungen und für einen demokratisch kontrollierten, transparenten und effizienten Service public. Denn – die BKW lassen grüssen – Gemeineigentum allein reicht nicht: Es muss auch im Sinne von uns EigentümerInnen verwaltet werden, mit klaren sozialen und ökologischen Zielvorgaben.

UMBAU DER BKW-POLITIK IST DRINGEND

Unter öffentlichem Druck beschloss der Bundesrat nach Fukushima, auf die bisherige Strategie der neuen AKW zu verzichten. Das war ein Tiefschlag für die Stromkonzerne. Seit Jahren hatten sie mit der Atompolitik eine Energiewende sabotiert.

Der „rot-grün“ regierte Kanton Bern, Mehrheitsaktionär der BKW, hatte diesem Treiben zugeschaut. Die Folge: Die BKW verpasste eine gescheite Positionierung als Energiedienstleistungsunternehmen für Sparmassnahmen und dezentrale Produktion. Stattdessen witterte sie das grosse Geschäft im internationalen Stromhandel, welcher heute 50% des Stromumsatzes ausmacht. Aber wegen den aktuell tiefen Marktpreisen sind die Exporte unrentabel, und Strom einzukaufen ist billiger, als Kraftwerke zu bauen.

In dieser kurzsichtigen Politik spielt das AKW Mühleberg eine entscheidende Rolle.

Grössere Nachrüstungen, welche bis 2017 hätten umgesetzt werden sollen, hat die BKW eigenmächtig gestrichen. Wenn es nach ihr geht, soll der Schrottreaktor trotzdem bis 2019 am Netz bleiben. Ein energiepolitischer Umschwung wird weiter blockiert.

Noch droht der BKW 2014 eine kantonale Initiative für die sofortige Stilllegung, zudem ist ein juristisches Stilllegungsverfahren hängig. Im AKW kränkelt der Personalbestand. Aufwändige Risikostudien sind offen. Der Kanton seinerseits macht seine Politik an der Realität des Atomrisikos vorbei. Schlimmer noch: selbst die schweizerische Atombehörde ENSI hat den BKW-Verwaltungsrat, in dem der Kanton vertreten ist, bezichtigt, seiner Pflicht für die „Sicherheit“ zu wenig nachzukommen.

Aufgabe des Kantons wäre, bei der BKW die Strategie eines Energiedienstleistungsunternehmens voranzutreiben und mit allen Mitteln von der Atomkraft wegzukommen.

VERHINDERN WIR EINEN REPRESSIVEN VORZEIGEKANTON – ZEIGEN WIR DEN REPRESSIONS-HOOLS DIE ROTE KARTE!

Neues Sozialhilfegesetz, „Hooligan-Konkordat“, Internetpranger: drei herausragende Stichworte der vergangenen Legislatur und zugleich drei hervorragende Angriffe auf die Grundrechte der Bevölkerung des Kantons Bern. Diese Massnahmen haben zwar jeweils unterschiedliche Bevölkerungsgruppen im Visier, hinter ihnen steckt aber die gleiche undemokratische Logik der Ausgrenzung, Stigmatisierung, Bestrafung. Für ganze Gruppen wird damit der Persönlichkeits- und Datenschutz ausgehebelt und sie werden der öffentlichen Ächtung ausgeliefert.

Unschuldsvermutung und staatliche Beweislast und -pflicht gehören damit längst der Vergangenheit an. Gesellschaftliche Vorverurteilung und Ausgrenzung basieren auf dem Generalverdacht gegenüber bestimmten Gruppen der Bevölkerung, beruhen auf gegenseitigem Misstrauen und auf gezieltem Missverstehen. Deren Bestrafung wird vorverlagert: ins vorgerichtliche Feld. Wer einmal in diese Mühle gerät, wird sich so leicht nicht wieder herauswinden können. Soll er ja auch nicht, wenn das Kalkül der Spalter und Ausgrenzer aufgehen soll!

FÜR EINE ÖFFENTLICHE VOLKSSCHULE OHNE SELEKTION

Grössere Schulklassen beeinträchtigen den Unterricht. Deshalb müssen wir uns, gemeinsam mit den betroffenen SchülerInnen, Eltern und Lehrkräften, gegen die Bestrebungen zur Wehr setzen, mit der Erhöhung der Klassengrössen Geld zu „sparen“.

Aber der Kampf für eine gute Schule, in der auch die Kinder aus der Arbeiterklasse und die Kinder aus anderen Kulturen optimale Bildungschancen haben, geht über die aktuelle Frage der Schülerzahlen hinaus.

Das heutige Schulsystem mit der vielerorts noch strikten Trennung in unterschiedliche Schultypen ist ein Abbild der bestehenden Gesellschaft. Diese Gesellschaft wollen wir von Grund auf verändern. Und wir kämpfen für ein neues Schulsystem, wo alle Jugendlichen innerhalb derselben Schule unterrichtet und entsprechend ihren Fähigkeiten und Talenten gefördert werden.

Solche neue Schulformen ohne Selektion (Stichwort ´Gesamtschule´) sind schon lange erprobt worden. Aber es braucht den Willen, eine entsprechende Schul- und Bildungsreform anzupacken. Diesen politischen Willen haben wir in den 8 Regierungsjahren des grünen Bildungsdirektors vermisst.

Uns geht es auch nicht um alternative Oasen. Sondern wir wollen den Kampf, den die fortschrittlichen demokratischen Kräfte im 19. Jahrhundert für die allgemeine öffentliche Schulbildung geführt haben, im 21. Jahrhundert weiterführen. Die öffentliche Schule hat eine zentrale Funktion zu erfüllen für die soziale Integration der Kinder aus unterschiedlichen Schichten und Kulturen. Und nur im Rahmen der öffentlichen Volksschule ist es realistisch, die heute bestehende Ungleichheit der Bildungschancen abzubauen.

SPAREN? – NEIN, ES GEHT UM UMVERTEILUNG VON UNTEN NACH OBEN!

Die „Sparmassnahmen“ des Grossen Rates vom November 2013:

Kantonale Beihilfen bei der Spitex werden gekürzt.

• Beiträge an die Altersheime werden so gekürzt: weniger Pflegepersonal mit insgesamt schlechterer Qualifikation.

• Bei den Chronischkranken in den Psychiatriekliniken sollen 6,5 Mio. Franken „gespart“ werden (aber wie? – soll man die LangzeitpatientInnen einfach auf die Strasse stellen?!)

• Bis 2015 werden 60‘000 BernerInnen die Prämienverbilligung bei den Krankenkassen verlieren. Bei einer grösseren Familie in bescheidenen Verhältnissen kann das schon mal einen Monatslohn ausmachen!

• In der Volksschule wird es grössere Klassen geben.

• In der Berufsbildung sollen Vollzeitausbildungen reduziert, Klassengrössen erhöht sowie Frei- und Stützkurse beschränkt werden.

All diesen „Spar“massnahmen ist gemeinsam, dass sie sozial Schwächere, ältere Menschen, Pflegebedürftige oder SchülerInnen und Lehrlinge betreffen.
Man müsse sparen, um ein drohendes Defizit im Kantonsbudget abzuwenden, war die Rede. Und in merkwürdig vorauseilendem Gehorsam lieferte der sozialdemokratisch-grün dominierte Regierungsrat
gar die Vorlagen für diese Massnahmen.

Aber wie kam es denn zu diesem „Loch“ im Kantonsbudget?

• Bei der Steuergesetzrevision 2011 wurden mittlere und höhere Einkommen und Vermögen steuerlich „entlastet“, mit Einbussen von jährlich 200 Mio. Fr. (Kanton) und 105 Mio. Fr. (Gemeinden). GemeindepräsidentInnen verschiedener politischer Couleur hatten vergebens vor den absehbaren Folgen gewarnt.

• Die Senkung der Motorfahrzeugsteuern, die vom Volk angenommen wurde, brachte nochmals eine Einbusse von 100 Mio. Franken.

• Kurz vor seiner „Spardebatte“ beschloss der Grosse Rat noch eine steuerliche „Entlastung“ beim Kauf von Wohneigentum, was wieder zu 25 Mio. Fr. Einbussen führen wird.

Gemeinsam ist all diesen „Steuerentlastungen“, dass sie den wohlhabenden Bevölkerungsschichten zu Gute kommen. Und um die Wohlhabenden zu entlasten, sollen die sozial Schwächeren, Alten, Pflegebedürftigen, SchülerInnen und Lehrlinge belastet werden – das ist die wirkliche Bedeutung des bürgerlichen Kampfwortes „Sparen“!

GESUNDHEIT IST KEINE WARE!

Auf dem Lande sind verschiedene öffentliche Spitäler geschlossen worden, weitere werden noch folgen. In den Städten hingegen werden munter neue Privatspitäler eröffnet. So führt z.B. die private Hirslanden-Gruppe in der Stadt Bern schon drei Spitäler (Beau-Site, Permanence und Salem) und hat neulich noch eine private „Walk-in“-Notfallklinik eröffnet.

Im ganzen Kanton sind die öffentlichen Spitäler in Aktiengesellschaften ausgelagert und zusammengeschlossen worden. Mit New Public Management sollen sie „gleich lange Spiesse“ wie die Privaten haben und nicht mehr nach Grundsätzen der öffentlichen Verwaltung geführt werden, sondern nach marktwirtschaftlichen, kapitalistischen Prinzipien. Das führt sie in einen rui-nösen Wettbewerb. Mit Spitallisten garantiert man den Privatspitälern gleichzeitig noch Steuergelder für „wenig lukrative“ Allgemeinversicherte.

Die Partei der Arbeit kämpft gegen diese Politik. Gerade das Gesundheitswesen darf nicht den kranken Mechanismen unterworfen werden, in denen es nur um Profit geht, in der eine Zweiklassengesellschaft entsteht zwischen Reich und Arm, zwischen Stadt und Land, zwischen privat und öffentlich, zwischen gut bezahlten Spitzenmedizinern einerseits und überarbeiteten HausärztInnen und ChirurgInnen zweiter Klasse andererseits, zwischen Luxusmedizin für wenige und fehlender Grundversorgung für die, die es nötig haben. Medizinische Hilfe ist etwas, das es nicht nur dort geben sollte, wo es rentiert, sondern dort, wo sie gebraucht wird!

WER DURCHSCHAUT DAS DOPPELSPIEL DER SVP?

Einige bekannte SVP-Politiker wollen bedrohte Landspitäler mit Kantonsgeldern vor der Schliessung bewahren. Das ist ja schön – aber ist nicht gerade die mächtige SVP zur Vorkämpferin der neoliberalen Religion geworden? Und die Schliessung der „unrentablen“ Landspitäler ist doch die logische Konsequenz ebendieser neoliberalen Sparpolitik!

Dasselbe bei der Verkehrspolitik: Politiker-Innen aus SVP und anderen bürgerlichen Parteien protestieren gegen die Ausdünnung des öffentlichen Verkehrs in ihrer Region.

Wir unterstützen diesen Protest: die Partei der Arbeit setzt sich auch für einen flächendeckenden, gut ausgebauten öffentlichen Verkehr ein. Wir fordern billigere Tarife bei Bahn, Bus, Tram und kostenlosen öV für Menschen in Ausbildung, für Armutsbetroffene und Behinderte.

Doch diese SVP-PolitikerInnen preisen einerseits den „freien“ Markt – und andererseits wollen sie regionale Strukturen erhalten. Beides geht aber unmöglich zusammen! Hoffentlich durchschauen die BernerInnen dieses trügerische Doppelspiel.

DER GROSSE RAT ALS MORALISCHE ANSTALT

September 2013:
Auf Antrag der SVP kürzt eine bürgerliche Mehrheit die Sozialhilfe um 10%.

November 2013:
Die gleichen Grossrät-Innen halten daran fest, dass ihre eigenen Parlamentsgehälter um fast 50% erhöht werden.

Die Sitze im Grossen Rat werden zuerst nach der Anzahl Listenstimmen auf die verschiedenen Parteien verteilt. Deshalb unterstützen Sie unsere Kandidierenden am wirksamsten, wenn Sie die vorgedruckte, unveränderte Wahlliste 20 Partei der Arbeit und Kommunistische Jugend (PdA und KJ) einlegen! Das Hinzufügen von Namen aus anderen Listen (=Panaschieren) schwächt unsere Liste.

Wenn Sie einen amtlichen (leeren) Wahlzettel benutzen, bitte „Liste 20 Partei der Arbeit und Kommunistische Jugend“ in den Listenkopf schreiben.

Spenden: PdA Bern. PC-Konto 30-26786-9 Vermerk: „Grossratswahlen“


Grossratswahlen 2014

Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Freunde Wir danken allen die uns unterstützt und gewählt haben. Dank dem Engagement von ganz vielen konnten wir unser Resultat im Vergleich zu den letzten Stadtratswahlen deutlich steigern. Leider hat es aber trotzdem noch nicht für einen Sitz im Grossenrat des Kantons Bern gereicht. Immerhin konnte, auch dank unserem guten Abschneiden, unsere Bündnispartnerin, die GP-DA, einen Sitz gewinnen. Wir gratulieren!

Die Einreichung unserer Grossratswahlliste war für uns ein schöner Erfolg: Es ist uns gelungen, eine volle Liste mit 20 Kandidierenden einzureichen, auf der die unterschiedlichsten Berufe/Tätigkeiten vertreten sind, und dies mit einer guten Durchmischung nach Alter und Geschlecht. Wir danken all den Frauen und Männern recht herzlich für Ihre Bereitschaft, auf unserer Liste zu kandidieren!

Die Sitze im Grossen Rat werden zuerst nach der Anzahl Listenstimmen auf die verschiedenen Parteien verteilt. Deshalb unterstützen Sie unsere Kandidierenden am wirksamsten, wenn Sie die vorgedruckte, unveränderte Wahlliste 20 Partei der Arbeit und Kommunistische Jugend (PdA und KJ) einlegen! Das Hinzufügen von Namen aus anderen Listen (=Panaschieren) schwächt unsere Liste.

Wenn Sie einen amtlichen (leeren) Wahlzettel benutzen, bitte „Liste 20 Partei der Arbeit und Kommunistische Jugend“ in den Listenkopf schreiben.

Die Partei der Arbeit und die Kommunistische Jugend kandidieren im Wahlkreis Bern.

Für die anderen Wahlkreise empfehlen wir euch die Website vom Komitee der Arbeitslosen und Armutsbetroffenen KABBA www.unwaehlbar.ch
Sie legt das Abstimmungsverhalten der Grossratsmitglieder offen.

Spenden:
PdA Bern
PC-Konto 30-26786-9
Vermerk: „Grossratswahlen“


Wahlplakat 2014

Plakat der PdA Bern für die Grossratswahlen vom 30. März 2014

 


Wahlprogramm 2012

 

WER BEWOHNT DIE STADT?

Günstige Wohnungen sind rar in der Stadt Bern. Und es werden immer weniger! Geht es nach dem Willen des Gemeinderats, dann sollen aber weiter günstige Wohnungen im Besitz der Stadt vernichtet und dafür „gute Steuerzahler“ angelockt werden. Verkauft wird uns das dann als „soziale Durchmischung“ und „ökologische Nachhaltigkeit“ – wie bei Stöckacker Süd! Wir nennen es aber beim Namen: soziale Vertreibung! Wir werden weiter kämpfen gegen die Vernichtung von günstigem Wohnraum und gegen die scheinheilige Politik der „sozialen Aufwertung“ (Gentrifizierung) städtischer Quartiere. Und wir fordern eine aktive Wohnpolitik im Interesse der unteren Einkommen. Schluss mit der Vertreibung von Menschen, die sich keine teure Wohnung leisten können! Holen wir uns den Boden bei denen, die ihn der Allgemeinheit nie zurückgegeben haben: bei den Burgern! Die Stadt denen, die hier wohnen!

WELCHE KULTUR WOLLEN WIR?

Mit einer eindrücklichen Demonstration hat sich im Juni die Jugendbewegung in Bern zurückgemeldet. Die bürgerliche Presse behauptete darauf überheblich, das sei wohl gar nicht so politisch gemeint, die Jungen wollten einfach Party machen.

Die PdA stellt fest: Es gibt immer weniger nicht-kommerzielle Orte, wo sich Jugendliche – und überhaupt Menschen jeglichen Alters – zu kulturellen Aktivitäten treffen können. Diese Tatsache hat viel mit Politik zu tun!

Die PdA fordert, dass die Stadt Frei-Räume in und vor der Reitschule und anderswo respektiert, statt sie mit juristischen Spitzfindigkeiten einzuschränken. Die Stadt muss auch die Quartierzentren wie den bedrohten Breitsch-Träff tatkräftig unterstützen, statt ihnen noch die Subventionen zu kürzen! Auf der anderen Seite muss die Stadt dem zunehmenden Einfluss privater Sponsoren in den „etablierten“ Kulturinstitutionen entgegentreten (siehe das unrühmliche Beispiel der Holcim-Ausstellung im Kunstmuseum!).

Und schliesslich ist auch Sport Kultur. Wichtig ist die Förderung des Breitensports, wie die PdA dies erfolgreich im Stadtrat verlangt hat. Wegen einem kommerziellen Gross-Event im Jahr (wie dem Klitschko-Boxkampf) wird Bern nicht zur Sportstadt. Auch deshalb: Hopp YB!

WAS BEDROHT DIE STADT?

Das Atomkraftwerk Mühleberg steht 14 km westlich von Bern. Es läuft nun schon seit 43 Jahren weniger als 1 km unterhalb des erdbebengefährdeten Staudammes des Wohlensees.

Die Technik war schon 1971 veraltet, das Sicherheitskonzept ungenügend. Im Falle eines Supergaus müssten Feuerwehrleute vor Ort die Brennstäbe mit Wasser aus dem Schlauch kühlen. Das Kraftwerk selbst hat Risse im Kernmantel und weitere schwerwiegende Mängel, die offensichtlich nicht zu beheben sind.

Trotz diesen Schäden und Sicherheitmängeln und trotz den Gefahren für die Bevölkerung bieten die Bernischen Kraftwerke BKW (in deren Aktiengesellschaft der Kanton die Mehrheit hält) auch nach der Atomkatastrophe von Fukushima nur: Fehlinformationen, Vertuschung, Abwiegelung, Vertröstung.

Die Motion „AKW Mühleberg stilllegen – und zwar sofort!“ der PdA Bern wurde im Stadtrat angenommen und der Gemeinderat beauftragt
1.) gegenüber dem Kanton und dem AKW-Betreiber alles in seiner Macht Stehende zu tun, um eine sofortige Stilllegung des Atomkraftwerks Mühleberg zu erreichen; 2.) alle Bestrebungen auf politischer und rechtlicher Ebene aktiv zu unterstützen, die eine sofortige Stilllegung des Atomkraftwerks Mühleberg anstreben; 3.) alle seine diesbezüglichen Schritte offen zu kommunizieren.

Obwohl wir eine rot-grüne Mehrheit im Gemeinderat haben, wird der Protest im Keim erstickt: die Mahnwache vor dem BKW-Sitz am Viktoriaplatz wird in einer Nacht-und-Nebel-Aktion geräumt, Demonstrierende werden nach einer gewaltfreien Sitzblockade wegen „Landfriedensbruchs“ verurteilt.

Die PdA Bern setzt sich für eine demokratisch organisierte, lokale und diversifizierte Produktion erneuerbarer Energie ein. AKW-Mühleberg abschalten!

 

AUSGRENZUNG UND EINGRENZUNG

Was allen gehört, wird immer mehr eingeschränkt und eingegrenzt: die öffentlichen Plätze, der Fanwalk, der Bahnhof, der Schulhausplatz. Eingegrenzt und teuer und privat überwacht.

Wer nicht dem Kommerz frönt, wird ausgegrenzt: wird kontrolliert, belästigt, verjagt, findet keinen Platz und keine Ruhe.

Wem gehört diese Stadt? Dem Kommerz? Den grossen Grundeigentümern? Den Burgern?

Eine lebendige Stadt heisst für uns: Schluss mit Wegweisungen und Schikanen. Die Plätze denen, die sie lebendig machen!

 

WER HIER IST, IST VON HIER

Viele, die in dieser Stadt leben und für diese Stadt arbeiten, haben keine politische Stimme. Obschon die StimmbürgerInnen der Gemeinde Bern an der Urne sich für ihr Stimm- und Wahlrecht ausgesprochen haben nach dem Motto: zäme läbe – zäme schtimme!

Demokratie und Menschenwürde sind aber unteilbar: Wer hier lebt, gehört zu uns. Wer dazu gehört, soll mitreden und mitbestimmen können.

Viele, die um ihr Überleben kämpfen müssen, finden in dieser Stadt keine menschenwürdige Aufnahme und Unterkunft. Weil ihnen mit lausigen Löchern und lausiger Behandlung das Leben hier zur Hölle gemacht werden soll. Und private Firmen, welche die Asylbunker führen, verdienen sich dabei noch eine goldene Nase.

Eine offene Stadt heisst für uns: Solidarität ist kein Etikett für Feierstunden. Solidarität ist eine Wahl, die verpflichtet.

WIE HÄLT ES RGM MIT DER LOHNSCHERE?

Mitten in der Wirtschaftskrise öffnet sich die Schere zwischen hohen und tiefen Einkommen immer mehr. Viele Leute empfinden dabei Wut und Ohnmacht.

Bei den Löhnen der städtischen Angestellten hätte die Stadt Bern die Möglichkeit, andere Massstäbe zu setzen. Doch hat die sozialdemokratisch-
grüne Mehrheit das tatsächlich getan?

Vorstösse der Partei der Arbeit im Stadtrat, damit die Lohnschere verkleinert (2008) oder zumindest nicht noch grösser wird als heute (2011), wurden abgeschmettert.

Stattdessen konnte sich der Gemeinderat 2012 im Parlament durchsetzen: massive Lohnerhöhungen für sich selber und für die Spitzenangestellten. Bei den unteren Lohnklassen hingegen nur eine mickrige „kosmetische“ Lohnerhöhung (Lohnschere 1:5,04 nach Beschluss des Stadtrates). Und wie wurde das begründet? Die städtischen Kader würden weniger verdienen als in der Privatwirtschaft, die unteren Löhne hingegen seien im „Marktdurchschnitt“.

Wir glauben nicht an die Religion des Marktes und finden solche Entscheidungen einer „rot-grünen“ Mehrheit mehr als enttäuschend!

Inzwischen hat auch die Berner Bevölkerung klargemacht, wie sie über eine solche Politik der „rot-grünen“ Mehrheit denkt: in der Volksabstimmung vom 23. September wurde die ganze Vorlage deutlich abgelehnt.

Die Partei der Arbeit wird weiterhin für die Interessen der Leute kämpfen, die nicht zu den Spitzenverdienern gehören! Wir fordern eine Anhebung der unteren Löhne. Und der höchste städtische Lohn darf nicht mehr als viermal so hoch sein wie der Mindestlohn: maximale Lohnschere 1:4! Diese Grundsätze müssen selbstverständlich auch für die ausgelagerten städtischen Betriebe gelten!

WER BEZAHLT DIE KRISE?

Die Krise ist da. Wir spüren es jeden Tag. Auf dem Bankkonto sieht es Ende Monat düster aus. Steigende Preise, ohne dass der Lohn wirklich mithält. Und als wäre das nicht genug, wird auf Bundesebene seit Jahren der Sozialstaat abgebaut. Die Folgen? Viele erhalten nur noch mit Mühe finanzielle Hilfe. Und die Wirtschaftsvertreter? Sie kürzen die Löhne, fördern Lohndumping und verlangen noch mehr Einschnitte in den Gesamtarbeitsverträgen.

Die Gemeinde bekommt diese Entwicklungen am meisten zu spüren. Doch anstatt entschiedene politische Gegenmassnahmen zu ergreifen, werden Menschen in prekären Verhältnissen noch mehr unter Druck gesetzt. Arbeitslose werden von einer Versicherung zur nächsten geschoben. Ihre schwierige Lage bleibt aber dadurch unverändert.

Die Partei der Arbeit Bern hat im Parlament ständig gegen diese verfehlte Politik gekämpft. Sei es gegen Dumpinglöhne und nicht bezahlte Jobs an der Euro 08, sei es gegen die härtere Gangart in der Sozialhilfe. Erfolgreich konnte die PdA den Teuerungsausgleich für Sozialhilfebeziehende durchsetzen! Die Forderung lautet aber immer noch: Existenzsichernde Löhne für alle! Kämpfen wir gemeinsam dafür: Im Parlament und auf der Strasse!

GLEICHBERECHTIGUNG?

Frauen arbeiten mehr. Frauen verdienen weniger. Frauen werden schneller arm. Frauen stehen überall. Frauen steigen selten auf. Das ist kein Zufall. Das hat System. Das liegt am System. Am System der Überausbeutung aller, die jene Arbeit verrichten, die als freiwillig klassifiziert wird. Freiwillig, aber notwendig. Notwendig, aber gratis: Frauenarbeit! Das ist immer noch so. Und das wird auch so bleiben, wenn wir es nicht ändern. Papier ist geduldig. Auch die Bundesverfassung ist Papier: wenn es um die Gleichberechtigung der Frauen geht. Das wird sich auch nicht ändern. Wenn wir es nicht gemeinsam ändern. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit? Ok! Was aber, wenn ein Grossteil der Drecksarbeit für Frauen reserviert ist? Die Krise hat für Frauen ein Gesicht. Das Kapital ein Geschlecht.


Wahlplakat 2012

Wahlplakat der PdA Bern für die Stadtratswahlen 2012